Immobilienpreisentwicklung in der Region Nürnberg, Fürth, Erlangen

Laut den Berechnungen des IVD-Marktforschungsinstituts hatte Fürth im Regionalvergleich im ersten Halbjahr 2019 die günstigsten Angebotspreise für Bestandseigentumswohnungen. Der Anteil an Eigentumswohnungen, die für einen Quadratmeterpreis von unter 3.000€ angeboten wurden, lag in Fürth bei etwa 50 %, in Nürnberg bei ca. 34 % und in Erlangen bei knapp 27 %. Vergleicht man München damit, weisen lediglich 0,6 % der angebotenen Bestandseigentumswohnungen einen Quadratmeterpreis von unter 3.000€ auf. Etwa 94 % der Wohnungen werden stattdessen für über 5.000€ den Quadratmeter angeboten. Einen Angebotspreis von über 5.000 € /m² weisen in Fürth hingegen nur ca. 2 % der Eigentumswohnungen auf, in Nürnberg 4 % und in Erlangen immerhin gut 29 % (s. Grafik).
Betrachtet man die Mietpreise von Bestandseigentumswohnungen, hatte Fürth hingegen in den letzten fünf Jahren mit +23 % im Regionalvergleich neben Nürnberg mit +21 % und Erlangen mit +6 % den höchsten Mietzuwachs. Allerdings liegen die Wohnungsmieten in Fürth noch deutlich unter dem Niveau von Nürnberg oder Erlangen und seit Herbst 2019 konnte eine spürbare Verlangsamung bis hin zu einem Rückgang der Mietpreise vom Marktforschungsinstitut des IVD festgestellt werden. Auch der Wohnkostenanteil zählt in Fürth mit 20,4 % vom Haushaltseinkommen bayernweit zu den niedrigsten. In Nürnberg steigen Mietpreise für Wohnungen weiter, allerdings langsamer. Häusermieten stagnieren, Mieten für Doppelhaushälften nehmen nach dem IVD-Marktbericht Bayern sogar etwas ab.
Im bayernweiten Halbjahresvergleich (Frühjahr- Herbst 2019) stiegen die Wohnungsmieten für Bestandswohnungen im Durchschnitt um 1,7 %, für Neubauwohnungen um 2 %. Mietpreise für Doppelhaushälften im Bestand stiegen um 3,4 %, für Neubauten 3,3 %. Vergleicht man Mieten, mit denen vor 10 Jahren (Herbst 2009), stiegen Wohnungsmieten für Bestandswohnungen um 44 %, Neubauwohnungen um 41 %, Reihenhäuser und Doppelhaushälften im Bestand um 53 %, Reihenhäuserneubauten um 54 % und neue Doppelhaushälften hingegen nur um 26 %. Zu beachten ist über einen solchen Zeitraum natürlich auch die Inflationsrate, welche den Effekt etwas abschwächt.

Quelle: IVD-Institut, IVD Immo Professional Süd 1/2020, S.43ff.

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